Aktuelle Veranstaltungen                     Zur Zeit keine Veranstaltungen
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Programm 2003
im

museum kunst palast

Künstlermuseum, Ehrenhof
Jacobihaus
Konvent Langwaden

Rückblick
2. Halbjahr 2002
1. Halbjahr 2002
Programm 2001
Programm 2000
Programm 2003


Abendveranstaltungen im
museum kunst palast

Essays und Aphorismen
- humorvoll, scharfsinnig, ironisch, hintergründig -
Wir sprechen über die Aktualität ausgewählter Texte (Kopien werden bereitgestellt)

Dienstag, 04. Februar
Michel de Montaigne - Essais

Dienstag, 04. März
Baltasar Gracian – Die Kunst der Weltklugheit

Dienstag, 01. April
Georg Christoph Lichtenberg - Aphorismen

Dienstag, 06. Mai
Arthur Schopenhauer
– Aphorism. zur Lebensweisheit

Dienstag, 17. Juni (3. Dienstag!)
Friedrich Nietzsche
- Menschliches, Allzumenschliches

Dienstag, 01. Juli
Émile M. Cioran
- Vom Nachteil, geboren zu sein
 

Liebe, Hoffnung, Verantwortung

Dienstag, 07. Oktober
Erich Fromm – Die Kunst des Liebens

Dienstag, 04. November
Ernst Bloch – Das Prinzip Hoffnung

Dienstag, 02. Dezember
Hans Jonas – Das Prinzip Verantwortung

(Details)
 

Tagesveranstaltungen ...
 
 
 

... im Zisterzienserkonvent Langwaden (Grevenbroich)
10.00-17.00 Uhr (Details)

Sonntag, 22. Juni
Sir Karl Raimund Popper - Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 

Sonntag, 13. Juli
John Rawls – Eine Theorie der Gerechtigkeit

Sonntag, 12. Oktober
Leib und Seele

Sonntag, 16. November
Mensch und Zeit
 
 

... an der VHS-Meerbusch

Sonntag, 29. Juni
Mensch und Natur
14.30-17.45 Uhr
Anmeldung und Info: nur über VHS Meerbusch
Tel. 02159 – 916-500, Kursnummer: D-010802
 
 

... an der VHS Kaarst-Korschenbroich

Sonntag, 25. Mai
Menschenwürde
14.00-17.30 Uhr
Anmeldung und Info: nur über VHS Kaarst-Korschenbroich
Tel. 02131 –963945, Kursnummer: 18010

Forum Architektur

Offener Gesprächskreis zu Architektur, Architekturtheorie und Ästhetik

Veranstaltet vom Bund Deutscher Architekten und vom Künstlerverein Malkasten e.V.

12. März
Das Sichtbare und das Unsichtbare

09. April
Die Poesie des Zufälligen

14. Mai
Less is more - less is a bore?

11. Juni
Architektur und Chaos

09. Juli
Der erzählende Raum

10. September
Die Legitimationskrise der Architektur

08. Oktober
Der Begriff der Moderne

12. November
Der menschliche Maßstab
 
 

Moderation: Emilio González Roncero
Zeit: 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: bitte unter 02150 - 794792 erfragen. Voraussichtlich Jacobizimmer im Jacobihaus des Künstlervereins Malkasten e.V., Jacobistr. 6, Düsseldorf
Eintritt: kostenfrei
Keine Anmeldung erforderlich
 


 

Parkgelegenheiten
Parkplatz Unteres Werft am Rheinufer (Abendpauschale maximal DM 4,-). Parkhaus der E.ON AG ab 19.00 Uhr bis 01.00 Uhr (Abendpauschale DM 4,-), an Wochenenden ganztägig (Pauschale DM 4,-) mit direktem Zugang unterirdisch zum Robert-Schumann-Saal (Zufahrt gegenüber den Rheinterrassen). Parkhaus der Victoria Versicherungen ab 17.00 Uhr bis 01.00 Uhr (Abendpauschale DM 4,-), an Wochenenden ganztägig (Pauschale DM 4,-, Zufahrt gegenüber den Rheinterrassen.)

Öffentliche Verkehrsmittel
Vom Hauptbahnhof aus: mit der Linie U78 und U79 bis Haltestelle Nordstraße. Von hier aus ca.5-minütiger Fußweg in Richtung Westen durch die Scheibenstraße bzw. Inselstraße. Alternativ: mit der Linie U74, U75, U76, U77, bis zur Haltestelle Kulturzentrum Ehrenhof/Tonhalle. Beschilderung folgen. Ca. 5-minütiger Fußweg in Richtung Norden durch den Hofgarten und den Ehrenhof.

Abendveranstaltungen im mkp

Zeit: 19.00 – 20.3o Uhr

Ort: museum kunst palast, Künstlermuseum 
im Ehrenhof, Düsseldorf
Preis: € 7,50 pro Veranstaltung (€ 5,- erm.)

Alle Veranstaltungen einzeln belegbar
Keine Anmeldung erforderlich
 
 

Tagesveranstaltungen
im Kloster Langwaden, im Schulzentrum Kaarst und Im VHS-Haus Meerbusch
siehe Seminarbeschreibung unten

weitere Informationen:
Tel. 02150-794 792
Fax 02150-794 752
emilio-pilar @ gmx.de
 


 

Diskutieren Sie mit !

        Erweitern Sie ihren Denkhorizont !

        Eröffnen Sie sich neue Perspektiven !

        Keine Vorkenntnisse erforderlich !

 


 

 
 
Sir Karl Raimund Popper - Die offenen Gesellschaft und ihre Feinde

„(Von) allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen vielleicht der gefährlichste. Ein solcher Wunsch führt unvermeidlich zu dem Versuch, anderen Menschen unsere Ordnung „höherer“ Werte aufzuzwingen, um ihnen so die Einsicht in die Dinge zu verschaffen, die uns für ihr Glück am wichtigsten zu sein scheinen; also gleichsam zu dem versuch, ihre Seelen zu retten. (...) ... der Versuch den Himmel auf Erden einzurichten, produziert stets die Hölle. Dieser Versuch führt zu religiösen Kriegen und zur Rettung der Seele durch die Inquisition.“

Sir Edward Popper ist der Kritiker aller geistigen und politischen Systeme, die mit einem Anspruch auf absolute Wahrheit antreten. Sein Denken wurzelt in der Lebenserfahrung des einzelnen. Wir behandeln das wohl bekannteste Werk des Gesellschaftskritikers. Es stellt eine Verteidigung der Freiheit gegen totalitäre und autoritäre Ideen und ein Beitrag zur Frage des Krieges dar. Popper  beschreibt die Entwicklung einer von starren religiösen, familiären oder sozialen Regeln zusammen gehaltenen Gesellschaft zu einer individuell selbstverantworteten Ordnung freier und gleicher Bürger. Der Versuch der Menschen, die Verlaufsgesetze der Geschichte zu bestimmen, um durch ihre Erkenntnis Glück, Freiheit und Gerechtigkeit zu realisieren, führt nach Popper zu „geschlossenen Gesellschaften“. Er votiert für die liberal-demokratische Gesellschaft, kritisiert aber auch ihre Tendenz zur Vereinzelung. So zeichnet er die Vision einer anonymen Gesellschaft ohne Bindungen, in der soziale und persönliche Beziehungen zum Problem werden und sich die Menschen von einander entfremden. Poppers zentrale Gedanken werden erläutert, aber auch kritisch gewürdigt. Kein zweiter Gegenwartsphilosoph wurde so sehr in Politik und Wirtschaft beachtet wie dieser Demokratietheoretiker.
Ein Reader mit Texten wird zur Verfügung gestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 


 
 
John Rawls - Eine Theorie der Gerechtigkeit

„Die Gerechtigkeit ist die erste Tugend sozialer Institutionen, so wie die Wahrheit bei Gedankensystemen.“

John Rawls hat wohl die bedeutendste Gerechtigkeitstheorie des 20. Jahrhunderts verfasst. Gerechtigkeit ist für ihn der universelle Maßstab, an dem jede Gesellschaft zu messen ist. Rawls formuliert die Grundprinzipien der Gerechtigkeitsidee. Dabei grenzt er sich von dem sog. Utilitarismus ab, der das Glück der Vielen als obersten Maßstab nimmt. Rawls knüpft an die Tradition des Liberalismus an, der die Rechte der Individuen zum Mittelpunkt macht. Durch welche Kriterien kann Gerechtigkeit für alle gewährleistet werden? Wie muss eine materielle Güterverteilung aussehen, um diesen Kriterien zu entsprechen? Wir werden seine Grundkonzeption kennen lernen, aber auch kritisch beleuchten.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
 
 

 


 
 
 
 
 
 
 
Leib und Seele

Das "Leib-Seele-Problem" gilt als eines der Grundprobleme der Philosophie und des menschlichen Selbstverständnisses. Es fragt nach der Seinsweise von Leib und Seele, Körper (Materie) und Geist, Physis und Psyche, Gehirn und Bewusstsein und ihrer wechselseitigen Beziehungen. Was verstehen wir unter Leib und Seele? Macht es Sinn, diese beiden Phänomene begrifflich zu trennen? Oder handelt es sich um ein und dasselbe Phänomen? Die gegenwärtige Aktualität des Themas beruht auf zwei gegenläufigen Tendenzen. Einerseits beginnen die Naturwissenschaften mit neunen Disziplinen sich dem Phänomen "Geist" bzw. "Seele" zu nähern (Psycho- und Soziobiologie, Gen- und Künstliche-Intelligenz-Forschung). Andererseits erscheint es fraglich, ob Sprache und Methode der Naturwissenschaft dem Phänomen des seelischen gerecht werden können.

Wir werden die philosophiehistorischen und aktuellen Hauptpositionen kennen lernen.
Ein Reader mit Texten wird zur Verfügung gestellt.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
 


 
 
 
Mensch und Zeit

"Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich's, will ich's aber ei-nem
Fragenden erklären, weiß ich's nicht." (Augustinus)

"Zeit ist das, was wir haben, wenn wir unsere Uhren wegwerfen" (Jürgen Aschoff)

Zeitlichkeit ist eine Bedingung des Menschseins und hat damit zentrale Bedeutung für unser Selbstverständnis. Unsere Vorstellung von der Zeit hat sich im Laufe unserer abendländischen Kulturgeschichte stark gewandelt. Entsprechend hat sich unsere Zeitwahrnehmung und unser Zeitumgang verändert. Wir werden den Bedeutungswandel der Zeit von der natürlichen, an Rhythmen und Zyklen orientierten bis zur mathematisch gefassten taktilen Zeit verfolgen. Sie hat im modernen Zeitbewusstsein mit der Vorstellung einer in die Zukunft offenen, linearen Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt erreich. Mit der Kontrolle über die Zeit hat die Eroberung des Raumes begonnen (Informationstechnologie, Verkehr etc.). Nun „haben“ wir Zeit. Oder hat sie uns? Denn Zeit erscheint als Chance und Zwang zugleich.
Eine Textsammlung wird zur Verfügung gestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Ort: Zisterzienserkonvent Langwaden (Grevenbroich)
Zeit: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Preis: EUR 49,- (erm. EUR 40,-)
Beinhaltet: Seminar, Reader, Mittagessen, Kaffe/Kuchen

Fahrgemeinschaften werden auf Wunsch organisiert
 

Das Zisterzienserkonvent Langwaden (Grevenbroich)

Idyllisch an einem kleinen Fluss am Waldesrand gelegen, lädt es naturnah zum Verweilen ein.
Ein Ort der Besinnung und Begegnung.

Anmeldeschluss für:

Sonntag,den 22. Juni, Sir Edward Popper - Die offene Gesellschaft und ihre Feinde: 25. Mai 2003

Sonntag, den 13. Juli, John Rawls – Eine Theorie der Gerechtigkeit: 15. Juni 2003

Sonntag, den 12. Oktober, Leib und Seele: 14. September 2003

Sonntag, den 16. November, Mensch und Zeit: 19. Oktober 2003
 
 

Weitere Informationen und Anfahrtbeschreibung bei Anmeldung:
Emilio González Roncero
Schützenstr. 56
40668 Meerbusch
Tel. 02150-794792
Fax 02150-794752
emilio_pilar@compuserve.com


 
 

Mensch und Natur

Ökologischer Raubbau, Entfesselung von Naturkräften, gentechnische Grenzüberschreitungen ...

Aus unserem Naturverständnis folgt unser Naturverhältnis. Was ist und welche Bedeutung hat die Natur für uns?
Welche Rolle spielt der Mensch in ihr? Wie verhält sich Kultur zu Natur? Kann Natur Vorbild für menschliches Handeln sein?
Wir fragen nach dem Bedeutungswandel von Natur von der Antike über das christliche und neuzeitliche Denken bis zur Gegenwart.
Ein Reader mit Texten wird zur Verfügung gestellt.

Aus dem Inhalt:


Geschichte
Das gesellschaftliche Naturverständnis in Geschichte und Gegenwart
Griechische Antike – Natur als wohlgeordneter Kosmos
Mittelalter – Natur als Symbol und Schöpfung Gottes
Renaissance – Natur als Uhrwerk
Frühe Neuzeit - Die Mechanisierung des Weltbildes
Neuzeit – die Verdinglichung der Natur
Aufklärung – Natur als Herrschaftsobjekt
Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert – Der Glaube an Fortschritt, Wachstum und Wissenschaft 
Gegenentwürfe: Die „andere“ Naturwissenschaft

Gegenwart
Mehrdeutugkeiten im Begriff Natur
Das gegenwärtige wissenschaftliche Naturverständnis und seine Konsequenzen
Naturschutz
 

Ort: VHS-Meerbusch 
Zeit: 14.30 - 17.45
Preis: EUR 20,-
Anmeldung nur über:
VHS-Meerbusch
Kursnummer: D-010802
Anmeldeschluss: bei der VHS erfragen

 

 
 
 
Menschenwürde

Der Begriff der Menschenwürde muss für Vieles herhalten. Wenige Begriffe erscheinen so selbst-verständlich und gleichzeitig so frag-würdig wie dieser. Als Beschwörungsformel gibt er Raum für Pathos und Emphase. Aber bei differenzierterem Hinsehen, erscheint er nicht mehr so eindeutig und evident wie angenommen. Handelt es sich um eine leere Worthülse oder das letzte Tabu einer Zeit, die alles zur Disposition stellt?
Wie bedingungslos ist die Würde des Menschen wirklich? Kommt sie allen Menschen in gleichem Maße zu? Worin besteht der eigentliche Bedeutungsgehalt der Menschenwürde?
Ein Reader mit Texten wird zur Verfügung gestellt. Voraussetzungen sind nicht erforderlich.

Aus dem Inhalt:


 

Einleitung
Menschenwürde aus christlicher Sicht
Naturrecht, Aufklärung und Menschenwürde

Positionen von:
 Prof. Dr. Dieter Birnbacher (Utilitarist)
 Mehrdeutigkeiten im Begriff der Menschenwürde

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (Kultur-Staatsminister)
 Wo die Menschenwürde beginnt

Prof. Dr. Robert Spaemann (Katholischer Philosoph)
 Gezeugt, nicht gemacht – Wann ist der Mensch ein Mensch?

Prof. Dr. Reinhard Merkel (Rechtsphilosoph)
 Rechte für Embryonen?

Prof. Dr. Hubert Markl, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
Freiheit, Verantwortung, Menschenwürde
 – Warum Lebenswissenschaften mehr sind als Biologie

Prof. Dr. Oswald Beyer (Evangelischer Theologe)
  Die personale Würde ist in Gefahr

Pfarrer Prof. Dr. Ulrich Eibach
Menschenwürde, Menschenrechte und Lebensqualität

Dr. Micha H. Werner
 Menschenwürde als Grundnorm in der Medizinethik
- Verfassungsrechtlicher und medizinischer Sinn von Menschenwürde

Ort: VHS-Kaarst, Schulzentrum I, Raum E20
Zeit:14.00 Uhr – 17.30 Uhr
Preis: EUR 26,90

Anmeldung nur über:
VHS Kaarst-Korschenbroich
Am Schulzentrum 18
41564 Kaarst
Tel. 02131-963945
Fax 02131-963949
Kursnummer: 18010
Anmeldeschluss: 17. 05. 2003


 





Rückblick

Programm 2. Halbjahr 2002



Abendveranstaltungen
 

Dienstag, 03. September

Glauben und Wissen
Zur Rede von Prof. Dr. Jürgen Habermas zum Anlass der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels














Dienstag, 01. Oktober

Glaube und Vernunft
Zur Enzyklika „Fides et Ratio“
von Papst Johannes Paul II. 


Abendveranstaltungen
 

Dienstag, 05. November

Woher nehmen wir unsere Werte?
Briefwechsel zwischen
Kardinal Carlo Maria Martini und
dem Philosophen und Schriftsteller
Prof. Dr. Umberto Eco












Dienstag, 03. Dezember

Mit dem abwesenden Gott leben
Text eines Streitgesprächs zwischen dem Philosophen Prof. Dr. Herbert Schnädelbach und dem evangelischen Bischof Horst Hirschler


Tagesveranstaltung
 

Sonntag, 27. Oktober

Mensch und Natur

Im Schulkzentrum I, Kaarst














Sonntag, 08. Dezember

Leib und Seele

Im Zisterzienserkloster Langwaden

 

 

1. Halbjahr 2002



Abendveranstaltungen

Dienstag, 05. März

Aufklärung
Ihr Wesen, ihre Werte
 
 

Dienstag, 09. April

Religion
Opium oder Verheißung?

 


 

Dienstag, 07. Mai

Mensch
Vom Geschöpf zum Projekt?
 

Dienstag, 04. Juni

Natur
Objekt oder Subjekt?
 
 

Dienstag, 02. Juli

Kultur
Ihr Sinn und Zweck


Tagesveranstaltungen

Sonntag, 07. April
Philosophisch Denken und Argumentieren

Sonntag, 26. Mai
Menschenwürde
(Im Zisterzienserkloster Langwaden)

Sonntag, 07. Juli
Positionen zur Humangenetik
(Im Zisterzienserkloster Langwaden)

 

 
 

Philosophisch Denken und Argumentieren

Denken ist das „Gespräch der Seele mit sich selbst“ (Platon). Die entscheidende Fähigkeit des Menschen, die ihn zum Geistwesen macht. Philosophisch Denken heißt: selbstbestimmt Denken – die autonomste Tätigkeit des sich selbst erkennenden Menschen. Es ist der überprüfende Neuvollzug unserer Erfahrungen, Vorstellungen und Meinungen. Denn „Denken kann ich mir, was ich will, wenn ich mir nur nicht selbst widerspreche“ (Kant). Im wissenschaftlich-technischen Zeitalter scheint es, zu einem „Problemlösungsverfahren“ degradiert zu sein. Dabei eröffnet es uns den Bedeutungsreichtum unserer Lebenswirklichkeit, „denn die Wirksamkeit des Gedankens ist Leben“ (Aristoteles). Wenn aber Denken das Wesen des Menschen ist, dann hängt vom richtigen Denken die Zukunft der Menschheit ab. Wir werden die Eigenart des philosophischen Denkens kennen lernen und uns damit neue Perspektiven und Horizonte unseres Welt- und Selbstverständnisses eröffnen. Jeder Mensch ist zum philosophischen denken befähigt. Voraussetzungen sind nicht erforderlich.

Aus dem Inhalt

Was ist Philosophie?

Was heißt philosophisch denken?

Denken in Begriffen

Denkhilfen

Denkfallen

Philosophisch argumentieren


 
 
Positionen zur Humangenetik

Der Mensch steht am Scheideweg. Er entwickelt die wissenschaftlichen Kenntnisse und technischen Fähigkeiten, selektierend und gestaltend in sein Erbgut einzugreifen. Seine Selbstbildung beginnt nicht erst postnatal durch Kulturalisation, sondern bereits pränatal durch direkten Zugriff auf das genetische Programm.
Damit erweitert er seinen Verfügungsbereich auf die „Evolution“ oder das „Schicksal“.
Ist sein Handeln legitimes Streben nach Autonomie oder abgründige Hybris? Wir klären die ethische Problemlage (Therapeutisches Klonen, embryonale Stammzellenforschung etc.), stellen philosophische Positionen (Habermas, Höffe, Spaemann, Joas, Merkel etc.), ihre stärksten Argumente und Argumentationsgrundlagen (z.B. Menschenwürde) vor.
Ein Reader mit zentralen Texten wird zur Verfügung gestellt.
Voraussetzungen sind nicht erforderlich



Problemfeld I
Gendiagnostik - Dürfen Embryonen selektiert werden?
Pränataldiagnostik (PND) und Präimplantationsdiagnostik (PID)
Recht und Pflicht auf Wissen - Recht und Pflicht auf Nichtwissen
Selektion von Embryonen 
Problemfeld II
Lebensrecht – Dürfen Embryonen zu Forschungszwecken verbraucht werden?
Wem kommt Menschenwürde zu?
Was beginnt menschliches Leben? Wann ist der Mensch ein Mensch?

Problemfeld III
Klonen – Dürfen menschliche Klone für therapeutische oder reproduktive 

Zwecke gezeugt werden?
Therapeutisches und reproduktives Klonen

Problemfeld IV
Eugenische Anthropotechnik – Genetische „Veredelung“ von Menschen?

Negative und positive Eugenik


1. Halbjahr 2001

Was denken Sie darüber ?













Thema: (gemeinsames Gespräch)                                                                             Dienstag, 16. Januar 2001
Der Mensch: Krönung der Schöpfung !?

Einstieg: (Vortrag und Diskussion)                                                                                Dienstag, 30. Januar 2001
Die Unruhe der Philosophen
- Ein Einblick in die Philosophie und das Philosophieren

Grundfragen: (Kurzvortrag mit anschl. Gespräch)                                                    Dienstag, 06. Februar 2001
Gibt es Gott? „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, dass heißt
vermutlich, der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.“ (Lichtenberg) Oder ... ?

Aphorismus:  (gemeinsames Gespräch)                                                                     Dienstag, 13. Februar 2001
„In der Einsamkeit frißt sich der Einsame selbst auf, in der Vielsamkeit
fressen ihn die vielen. Nun wähle.“ (Nietzsche)

Gedicht: (Gespräch über den philosophischen Gehalt)                                          Dienstag, 06. März 2001
Stufen (Hermann Hesse)

Zukunftsvisionen: (Kurzvortrag mit anschl. Gespräch)                                                Dienstag, 13. März 2001
Weltethos: Die Suche nach einer zukünftige Verständigungsgrundlage der Kulturen

Aktuelles Thema: (Vortrag mit Diskussion)                                                                    Dienstag, 03. April 2001
Das Fremde und das Eigene
- philosophische Aspekte einer zwischenmenschlichen Grenzziehung

Gedankenexperiment: (gemeinsames Gespräch)                                                      Dienstag, 24. April 2001
Wir stellen die Frage nach der Bedeutung des Erinnerns und Vergessens.
Wie sähe eine Welt aus, in der wir nichts bzw. alles vergessen
oder uns an nichts bzw. an alles erinnern könnten?

Aktuelles Thema: (gemeinsames Gespräch)                                                                Dienstag, 08. Mai 2001
Werteverfall oder Wertewandel? Wir fragen nach den „alten“ und „neuen“ Leitideen

Dilemma: (gemeinsames Gespräch)                                                                            Dienstag, 15. Mai 2001
Darf ein unschuldiger Mensch geopfert werden, um viele Menschen
vor dem Tod zu bewahren?

Thema: (gemeinsames Gespräch)                                                                               Dienstag, 05. Juni 2001
Ist die Natur ein Vorbild für ethisches Handeln?
 
 


2. Halbjahr 2001


September

Dienstag, 04.

Berührungspunkte:
Architektur und Philosophie
 

Wir erörtern die philosophischen Implikationen der Baukunst
 
 

Dienstag, 11.

Dilemma:
„Wenn ich es nicht tue, tut es ein anderer.“

Anhand eines Beispieles analysieren wir eine alltägliche moralische Entscheidungssituation

Oktober

Dienstag, 02.

Mythos:
Prometheus
Verteidiger des Menschen und Kulturbringer

Welche Bedeutung hat der Ungehorsam gegen die Götter für dasSelbstverständnis des Menschen?
 

Sonntag, 21.

Philosophische Tagesveranstaltung
Mensch und Natur

Im Zisterzienserkonvent Langwaden Grevenbroich (siehe unten)

November

Dienstag, 06.

Aktuelles Thema:
Mensch und Tier
 

Gedankenaustausch zu einem
frag-würdigen Verhältnis
 
 

Dienstag, 13.
 

Offener Gesprächsabend
ohne Themenvorgabe


Dezember

Dienstag, 04.

Gedicht:
„Was es ist“ (Erich Fried über die Liebe)

Wir fragen nach dem philosophischen Gehalt des Gedichts

anschließend:
kulinarische Runde im Café Weise


1. Halbjahr 2000

(Lebens-) Weisheiten bedeutender Philosophen
- eine Rückschau zur Jahrtausendwende

Dienstag, 11. Januar
Heraklit: Alles fließt (Wandel und Vergänglichkeit)

Dienstag, 18. Januar
Protagoras: Der Mensch ist das Maß aller Dinge ... (Mensch und Welt)

Dienstag, 25. Januar
Sokrates: Ich weiß, dass ich nichts weiß (Bewusstseinsgrenzen  und Selbsterkenntnis) 

Dienstag, 01. Februar
Aristoteles: Das Gute heißt: für alle Dinge das genaueste Maß finden (Lebenskunst)

Dienstag, 08. Februar
Epiktet: Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellungen von ihnen (Umgang mit Leid und Unglück)

Dienstag, 15. Februar
Seneca: Eigne dich dir an! (Leben mit uns selbst)

Dienstag, 07. März
Marc Aurel: Jeder lebt nur den gegenwärtigen Augenblick und kann auch nur ihn verlieren
(Leben in der Endlichkeit)

Dienstag, 14.März
Novalis: Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums (Eros) 

Dienstag, 21. März
Kant: Was soll ich tun? Tue das, wodurch du würdig wirst, glücklich zu sein
(Menschenwürde)

Dienstag, 04. April
Kant: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
 (Selbstbestimmung und Aufklärung)

Dienstag, 11. April
Schopenhauer: Alles Leben ist Leiden (Lebensbilanz)

Dienstag, 02. Mai
Nietzsche: Wahrhaftigkeit ist die Verpflichtung, nach einer festen Konvention zu lügen (Wahrheit und Lüge)

Dienstag, 09. Mai
Camus: Zwischen Göttern des Lichts und Götzen des Schmutzes, gilt es das Gesicht des Menschen zu finden (Mensch zwischen Natur und Transzendenz)

Dienstag, 16. Mai
Epikur: Vernünftig leben heißt: lustvoll leben  – offenes Abschlussgespräch über die eigene Philosophie in kulinarischer Runde 

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2. Halbjahr 2000


Die Kunst des Selbstdenkens
- Sokratische Abendgespräche über ...

... Kunst    15. August 2000

... Weisheit    29. August 2000

... Sinnlichkeit   05. September 2000

... Zeit     12. September 2000

... Menschlichkeit   26. September 2000

... Gesundheit    17. Oktober 2000

... Bildung    31. Oktober 2000

... Seele    07. November 2000

... Humor   14. November 2000












immer Dienstags, 19.30 Uhr – 21.00 Uhr

 

Sokratische Gespräche

Sokrates suchte die Menschen an öffentlichen Plätzen auf, um mit ihnen über grundsätzliche theoretische wie praktische Fragen zu sprechen. Für diese Gespräche bediente er sich einer besonderen Methode, der „Hebammenkunst“, die zur „Wahrheit“ über den Diskussionsgegenstand führen sollte. Wir werden diese Methode kennen lernen und mit ihr das „Wesen“ der Kunst, der Weisheit etc. erfragen. Die Veranstaltungen vermitteln einen Einblick und dienen zur Einübung in das philosophische Denken. Sie geben Antwort auf die Frage: „Was heißt Philosophieren?“ Daher richten sie sich insbesondere an den philosophisch interessierten Laien. Voraussetzungen sind nicht erforderlich!



 

Lesekreis Friedrich Nietzsche:
Zur Genealogie der Moral

„Wie? Wenn das Umgekehrte die Wahrheit wäre? Wie?Wenn im „Guten“ auch ein Rückgangssympton läge, insgleichen eine Gefahr, eine Verführung, ein Gift, ein Narcoticum, durch das etwa die Gegenwart auf Kosten der Zukunft lebte? Vielleicht behaglicher, ungefährlicher, aber auch in kleinerem Stile, niedriger? ... So dass gerade die Moral daran Schuld wäre, wenn eine an sich mögliche höchste Mächtigkeit und Prachtdes Typus Mensch niemals erreicht würde?So dass gerade die Moral die Gefahr wäre?... 
 

Lesekreis

Nietzsche ist der Denker, der mit dem „Hammer philosophiert“, der querköpfige Umwerter aller Werte; bärbeißig, wortgewaltig und rücksichtslos gegen sich selbst und alle tradierten Ideale. In seiner Streitschrift will er uns die Augen über die „Herkunft unserer moralischen Vorurteile“, über den „Ursprung von Gut und Böse“ öffnen. Auch hier sind keine Voraussetzungen - außer das begleitende Lesen des Textes - erforderlich.
Bitte besorgen: Reclamausgabe, Genealogie d. Moral, ISBN 33150071232, Preis DM 9,-

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